Frühlingsfreuden!

Endlich ist er da – der Frühling! Die Vögel wecken uns mit ihrem Gesang, die Tage sind merklich länger, das Neue, Frische ist nicht mehr aufzuhalten.

Jetzt ist es Zeit, unsere Sinne aufzuwecken und unserem Körper und unserer Seele etwas Gutes zu tun. Ganz einfach tun wir das mit einem Spaziergang, bei dem wir frische Kräuter sammeln. Dazu brauchst du keine großartige Ausbildung, offene Augen und genaues Hinschauen genügen! Ich stelle dir in diesem Beitrag 13 Wildkräuter vor, die auch bei dir um die Ecke oder in deinem Garten wachsen und die du beim nächsten Spaziergang einfach mit nach Hause nehmen kannst.

Also, schnapp dir einen kleinen Korb oder eine Tasche und los geht’s! Ich wünsche dir viel Freude dabei!

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Nadi Sodhana, Anuloma Viloma oder die Wechselatmung

Sonne und Mond
Sonne und Mond, Foto lebenswandeln, flickr.com

Die Wechselatmung ist eine der grundlegenden Atemübungen imYoga und sie hat viele positive Wirkungen. Nadi Sodhana, so der Sanskritname, bedeutet Reinigung der Energiekanäle, von denen sich 72 000 durch unseren Körper ziehen. Diese Energiekanäle, die Nadis, können mit dem System der Akupunkturpunkte verglichen werden. Durch die Wechselatmung wird die Energie in den Nadis angeregt, beruhigt und ausgeglichen. Die beiden Körperhälften und die beiden Hirnhälften werden miteinander verbunden und sowohl das willkürliche als auch auch das unwillkürliche Nervensystem positiv beeinflusst. Anuloma Viloma – ein anderer Name für Nadi sodhana – bedeutet „mit dem Strich“ und „gegen den Strich“ und verweist auf die Art der Ausführung. Nadi Sodhana bzw. Anuloma Viloma vereint die Vorteile von Surya Bedhana und Chandra Bedhana.

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Das Gänseblümchen – Resilienz

Bellis perennis

Bellis perennis
Gänseblümchen, Bellis perennis, Foto Andreas Rockstein, flickr.com

Das Gänseblümchen – wer kennt es nicht? Es ist weit verbreitet und öffnet seine strahlenden kleinen Blüten, wenn die Sonne scheint. Fast das ganze Jahr über begleitet es uns. Symbolisch kann das Gänseblümchen für Resilienz stehen – immer wieder richtet es sich auf, wenn es getreten wurde. Es wirkt unscheinbar und doch steckt eine große Kraft in ihm, die es uns Menschen vermitteln kann. Es wird als Freundin der Kinder bezeichnet und kann verletzte Kinderseelen heilen, auch wenn diese verletzten Kinderseelen in erwachsenen Körpern stecken. Besonders Menschen, die immer wieder aufstehen nach Verletzungen, die nicht aufgeben, kann es Trost und Linderung bringen. Auch bei Folgen von sexueller Gewalt kann das Gänseblümchen unterstützend in Frage kommen.

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Surya Bedhana – die Sonnenatmung

Sonnenaufgang am Kandel, Schwarzwald, Foto Anne Christoph

Die Sonne – Symbol für Wärme, Leben, Energie. Sie wird mit der Yang Energie assoziiert, mit Dynamik, Aktivität, Aufbruch, Handeln. Manchmal fehlt sie uns in unserem Leben – wir fühlen uns schwach, kraftlos, mutlos.

Die aktuelle Situation in dieser Pandemie mit all den Unsicherheiten und fortwährenden Einschränkungen könnte zu einem solchen Zustand führen – aber wir sind einer Situation niemals hilflos ausgeliefert. Wir haben immer eine Wahl. Können wir eine Situation nicht verändern, gibt es Möglichkeiten, gut mit ihr umzugehen.

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Chandra Bedhana – die Mondatmung

full moon
Foto: Paula Cristina, flickr.com

Chandra Bedhana ist eine Atemübung aus dem Yoga. Chandra bedeutet Mond. Die Mondatmung verbindet uns mit der Mondseite in uns, mit unserer gefühlsbetonten Seite. Sie wirkt ausgleichend, beruhigend und kühlend. Dabei atmen wir durch das linke Nasenloch ein und durch das rechte aus. So verbinden wir uns direkt mit dem Parasympathikus, dem Teil unseres autonomen Nervensystems, das für Entspannung und Regeneration zuständig ist.

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Johanniskraut – die Lichtpflanze

Hypericum perforatum

Hypericum perforatum
Foto: Andreas Rockstein, flickr.com

In der dunkelsten Jahreszeit ist die rechte Zeit für das Johanniskraut gekommen.

Das Johanniskraut ist auf vielen Ebenen mit dem Begriff des Lichts verbunden. Es blüht im Hochsommer, wenn die Tage lang sind und die Nächte kurz. Um die Zeit der Sommersonnwende gesammelt soll es am heilkräftigsten sein.

Zur Zeit seiner Blüte sammelt es das Sonnenlicht in seinen weit verzweigten Blütenblättern. In seinem Farbstoff Hypericin speichert es dieses. Jetzt, in der dunkelsten Zeit des Jahres, ist es bereit, dieses gespeicherte Licht an uns abzugeben und uns damit zu erfüllen. So hilft es bei Traurigkeit, Schwermut und Trägheit.

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Engelwurz – Schutz und Vertrauen

Angelica archangelica

wild celery - Þingvellir
Fruchtstand der Erzengelwurz, Foto: Theo Crazollara, flickr.com

Schon der Name sagt so viel aus: Engelwurz oder auch Erzengelwurz. Die Legende sagt, dass ein Erzengel die Heilkräfte der Engelwurz den Menschen anvertraute, als diese in höchster Not wegen der grassierenden Pest waren. So wurde die Engelwurz zur Prophylaxe und zur Behandlung in der Pestzeit verwendet. In der Klostermedizin wurde sie zusammen mit anderen aromatischen Kräutern zu Tinkturen, Heilweinen und Likören verarbeitet. Ab dem Mittelalter in mitteleuropäischen Klostergärten kultiviert, wurde die Engelwurz als Universalmittel gegen jegliche Ansteckung angesehen.

Angstwurz ist ein weiterer Name, der früher für die Pflanze verwendet wurde und auf die psychische Wirkung der Pflanze hinweist: sie kann Ängste lösen, das Vertrauen stärken, erden, uns wieder in unsere Mitte bringen.

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Was wir jetzt lernen können

Die jetzige Situation konfrontiert uns mit ein paar grundlegenden Tatsachen unserer Existenz, die wir in „normalen“ Zeiten gerne verdrängen:

1. Wir wissen nicht, was kommt

Wir können eigentlich nie wissen, was als nächstes kommt. Wir gehen zwar aufgrund unserer Erfahrungen davon aus, dass das, was wir erwarten, auch eintritt, aber wissen können wir es niemals. Das Einzige, was wir definitiv und unumstößlich wissen, ist das, was im Moment ist. Alles andere basiert auf Erwartungen, Wünschen, Erfahrungen, und: es ist unsicher.

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